Daniela Pusch
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Akademie der Kindermedien im veganen Joga-Hotel

Die erste Präsenzwoche der Akademie für Kindermedien liegt hinter mir, und wir durften sie in toller Umgebung vebringen: In dem veganen Bio- und Joga-Hotel Burg Lenzen, mitten in einem Naturschutzgebiet und mit liebevoller Ausstattung. Eigentlich die richtige Umgebung um zu relaxen und kreativ zu werden, doch für uns 16 Stipediant*innen stand ein stramm durchorganisiertes Programm bereit, dass uns kaum Luft zum Atmen, Ausruhen, Joga-machen oder auch nur die Sauna benutzen ließ. (Ein paar Schlauberger hatten sich schon am ersten Tag in die Sauna-Liste eingetragen und sind gerüchteweise auf ihre Kosten gekommen, für uns anderen alle hieß es halt "Pech gehabt".)


Burhotel Lenzen

Komische Cthullhu-hafte Wesen im Burg-Garten ... Lovecraft war nie ganz fern ...



Aufgrund von Corona war die Sauna-Nutzung eh beschränkt und wir waren froh, bei steigenden Fallzahlen überhaupt eine Präsenzwoche haben zu dürfen, deshalb war der Verzicht auch gar nicht so schlimm, stattdessen haben wir jede freie Minute über unsere (Roman-)Projekte und das Schreiben gesprochen, was sehr intensiv aber auch sehr produktiv und konstruktiv ablief.

Ich kann gar nicht sagen, wie dankbar ich euch allen für eure vielen Hinweise und Tipps bin, ohne euch wäre mein Projekt noch längst nicht soweit, und auch wenn ich aus dieser Woche hinausgegangen bin mit dem Gefühl, dass mein Plot wie ein Kartenhaus vor mir zusammengefallen ist, weiß ich jetzt doch, woran ich arbeiten muss und wo es noch (Logik-)Lücken gibt.

Ich habe viel Neues gelernt, z.B. die 3-Akte-Struktur und Wendepunkte aus psychologischer Sicht der Figur zu betrachten, eine Erkenntnis die mir auch in Zukunft weiterhelfen wird, was ich vor allem der großartigen Marion Perko zu verdanken habe, aber auch viele andere größere und kleinere Tipps ("kein Calvinball!") und vor allem ganz viel Motivation und Gemeinschaft.

Autoren tendieren ja dazu, sich in ihrem Kämmerlein zu vergraben und sich alleine das Hirn auszuringen. Die Akademie hat gezeigt, dass es auch anders geht, nämlich in gemeinsamem Austausch, und das ist sicherlich etwas, was ich von nun an nicht mehr missen möchte.



Mir hat es großen Spaß gemacht, den Tag in der Orangerie mit meinem "Buch-Club" zu verbringen und über Wendepunkte und die Motivation der Hauptfigur(en) zu diskutieren, während die Filmgruppe im "Auenland" diskutiert und die Storyworldler und Serientäter irgendwo anders im Schloß (gerüchteweise sogar vor einem Kamin).


The Book Club (v.l.: Marion Perko, Daniela Pusch, Anne Becker, Leonie Minor, Christopher Bünte

Ich war eine Woche lang zu meinem ganz persönlichen Hogwarts eingeladen. Und jetzt vermisse ich unsere abendliche Runde "Werwolf" (bei der wir gleich als Allererstes unseren lieben Studienleiter Thomas auf den Scheiterhaufen geschickt haben, obwohl er unschuldig war, und spontan in Wolfsgeheul ausgebrochen sind, bis die Gäste sich beschwerten.)


Thomas Hailer - Studienleiter der AKM - kurz vor dem Scheiterhaufen

Ich kehre erschöpft und energiegeladen zurück, mit einem Kopf voller Fragen und Ideen. Dafür habe ich jetzt aber ganz viele Hausaufgaben und viel zu tun - damit ich was zu präsentieren und besprechen habe, wenn wir uns im Januar wiedersehen zur zweiten Präsenzwoche der Akademie (sofern uns nicht das Virus einen Strich durch die Rechnung macht und online zwingt, drückt mir die Daumen.)

Ran ans Schreiben!


Die 16 Stipentiant*innen der AKM 21/22 und Mentor*innen



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